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#1

Das Borley-Pfarrhaus

in Unheimliche Orte 27.05.2011 21:28
von Micha GHA (gelöscht)
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Das Borley-Pfarrhaus (Borley Rectory) war ein spätviktorianisches Herrenhaus in Borley, einem Ort am Fluss Stour, an der Grenze von Essex und Suffolk. Es galt bis zu seiner Zerstörung durch einen Brand im Jahre 1939 als das „am meisten von Geistern heimgesuchte Haus Englands“. Der angebliche jahrzehntelange Spuk wurde in den 1930er-Jahren durch den umstrittenen Parapsychologen Harry Price bekannt gemacht, der später in den Verdacht geriet, viele der Poltergeist-Phänomene in dem Haus selbst inszeniert zu haben. Das Gelände der einstigen Pfarrei besitzt bis heute Lokalkolorit für selbsternannte Geisterjäger, Esoteriker und Parawissenschaftler. Obwohl sich für die meisten Geisterscheinungen im Nachhinein rationale Erklärungen fanden, sind manche Phänomene in Borley rätselhaft geblieben.


Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Borley_Rectory

Die Geschichte:
Der dunkle, verschachtelte Backsteinbau im Pugin-Stil mit 23 Zimmern wurde 1863 im Auftrag des Pfarrers Reverend Henry Dawson Ellis Bull angeblich auf den Fundamenten eines alten Mönchsklosters erbaut. Das von hohen Bäumen umgebene Gelände galt bei den Einwohnern bereits seit Jahrhunderten als ein unheilvoller Ort, an dem, einer Legende zufolge, im 14. Jahrhundert ein Mönch eine verbotene Liebesbeziehung mit einer Nonne aus dem Nachbarkloster hatte. Das tragische Paar wurde daraufhin zum Tode verurteilt. Der Mönch soll, unterschiedlichen Überlieferungen zufolge, entweder geköpft oder gehängt und die Nonne lebendig in das Kellergewölbe des Klosters eingemauert worden sein. Der Geist der Nonne soll daraufhin in der Nähe ihrer Grabstelle erschienen sein, um fortan auf dem so genannten „Nonnenpfad“ zwischen den beiden Klöstern hin und her zu wandeln. Außerdem machten immer wieder Sichtungen einer Geisterkutsche und die beunruhigende Erscheinung eines kopflosen Mannes in der Gegend von Borley die Runde.

Als die Pfarrei auf dem Nonnenpfad errichtet wurde, sollen diese Geistererscheinungen zugenommen haben. Reverend Bull und dessen 15-köpfige Familie berichteten bald von den unterschiedlichsten mysteriösen Vorfällen. So sollen die Bewohner abends durch ein Fenster von einer „traurig dreinblickenden Geisternonne“ beobachtet worden sein, worauf der entnervte Reverend das Fenster zumauern ließ. Danach verschlimmerten sich die rätselhaften Vorgänge in dem Haus dramatisch: Gegenstände sollen von unsichtbarer Hand durch die Räume geworfen worden sein, man berichtete von klopfenden und scharrenden Geräuschen unbekannter Herkunft, und manchmal sollen auf unerklärliche Weise Glocken geläutet haben. Zwei Töchter des Reverend berichteten von einer Schattengestalt, die sie im Garten des Pfarrhauses auf dem Nonnenpfad gesehen haben wollen. Eine Tochter soll unsanft durch einen Schlag ins Gesicht geweckt worden sein; eine andere wollte nachts neben ihrem Bett die Gestalt eines dunklen Mannes mit großem Hut ausgemacht haben.

Als Henry Bull 1892 starb, trat sein Sohn Harry die Nachfolge des Vaters an. Die seltsamen Aktivitäten in dem Haus hielten indes unverändert an, sodass sich die Bediensteten bald weigerten, das Anwesen zu betreten. Überdies wurde die Gruselgeschichte, mit Aberglauben angereichert, im Laufe der Zeit immer detailreicher ausgeschmückt. Schließlich hatte das Pfarrhaus einen so schlechten Ruf, dass sich nach Reverend Harry Bulls Tod im Jahr 1927 zwölf Geistliche weigerten, das Pfarramt zu übernehmen.

Ein Fall für Harry Price


Quelle: http://www.prairieghosts.com/harryprice.html

Schließlich wurde der selbsternannte Geisterjäger Harry Price auf den Fall, der ihn berühmt machen sollte, aufmerksam. Price besuchte das Spukhaus am 12. Juni 1929 zum ersten Mal. Unmittelbar mit seinem Eintreffen nahm der Spuk die Qualität eines lautstarken Poltergeistes an: Es kam zu Klopfgeräuschen, Schlüssel fielen aus den Schlüssellöchern, Steine und andere Gegenstände, wie beispielsweise eine Vase, wurden durch den Raum geworfen und eine Fensterscheibe brach. Als Price das Anwesen verließ, nahm der Spuk ein abruptes Ende. In den folgenden Wochen besuchte Price das Borley-Pfarrhaus noch mehrmals, und jedes Mal ereigneten sich ähnliche Phänomene. Schließlich zogen die Smiths entnervt aus. Mrs. Smith verdächtigte Harry Price später, den vermeintlichen Poltergeist inszeniert zu haben. Als Nachfolger fand sich der Pfarrer Lionel Algernon Foyster, ein Verwandter des ursprünglichen Eigentümers. Foyster zog im Oktober 1930 mit seiner Frau Marianne und der Adoptivtochter Adelaide in das Pfarrhaus. Unmittelbar mit dem Einzug der Foysters begann der Spuk von neuem, das Klingeln setzte wieder ein, Flaschen wurden geworfen, Gegenstände bewegten sich oder verschwanden auf rätselhafte Weise, um woanders wieder aufzutauchen, und die Tochter Adelaide soll „von etwas Schrecklichem“ bedroht worden sein. Reverend Foyster vollzog daraufhin zwei Exorzismen, die erfolglos waren. Bei einem Versuch, die Geister auszutreiben, sei er von einem Stein getroffen worden. Schließlich wandten sich die Foysters mit den neuen Vorfällen an Harry Price, der ihnen umgehend seine Aufwartung machte. Der Spuk konzentrierte sich nunmehr augenscheinlich auf Marianne Foyster. Diese schilderte, dass sie von einer unsichtbaren Kraft Schläge ins Gesicht bekommen habe und nachts aus ihrem Bett geworfen worden sei. Besonders Interesse fanden bei Price die an eine Wand gekritzelten Botschaften an Marianne, in denen sie der mutmaßliche Geist um Hilfe anflehte. Die Korrespondenz wurde mit Fotografien dokumentiert.

Mittlerweile waren weitere Parawissenschaftler auf den Borley-Spuk aufmerksam geworden und übereinstimmend zu dem Ergebnis gekommen, dass der Spuk bewusst oder unbewusst von Marianne Foyster erzeugt wurde. Marianne Foyster sagte, sie habe zeitweilig ihren eigenen Ehemann im Verdacht gehabt, den Spuk in Zusammenarbeit mit einem der Parawissenschaftler zu erzeugen. Später gab sie zu, selbst einige Phänomene erzeugt zu haben, um von ihrer Liebschaft mit einem Untermieter abzulenken. Mit Lionel Foysters Tod zog Marianne aus, und das Borley-Haus stand leer.

Im Mai 1937 mietete Harry Price das Pfarrhaus an. Mit einer Annonce in der Times machte er sich auf die Suche nach „verantwortungsvollen Personen mit Muße und Intelligenz, unerschrocken, kritisch und vorurteilsfrei“, die als Beobachter eine Zeit im Pfarrhaus von Borley verbringen und übernatürliche Vorkommnisse aufzeichnen sollten. Aus über zweihundert Bewerbern stellte Price ein Team aus 40 Personen, größtenteils Studenten, zusammen. Eine Oxford-Studentin wollte beobachtet haben, wie sich Gegenstände im Haus bewegten. Ein Mitarbeiter der BBC wurde in einem verschlossenen Raum von einem Stück Seife am Kopf getroffen und ein anderer Beobachter bemerkte, wie die Zimmertemperatur ohne plausiblen Grund um mehrere Grade sank. Übereinstimmend berichteten alle Personen von unerklärlichen Geräuschen im Haus.

Im März 1938 veranstaltete Helen Glanville, die Tochter eines Mitarbeiters von Harry Price, eine Séance mit einer Planchette, bei der sich zwei Geister gemeldet haben sollen. Der erste Geist war der einer jungen, französischen Nonne, die sich „Marie Lairre“ nannte. Marie Lairre stammte aus einem Kloster bei Le Havre und sollte mit einem Waldgrafen in Borley verheiratet werden. Dieser erwürgte sie 1667 auf dem Gelände des späteren Pfarrhauses und verscharrte ihre Leiche an einer Stelle, an der sich später der Keller des Hauses befand. Einige Botschaften aus der Séance stimmten zudem mit den früheren Aussagen der Bull-Töchter überein. Price identifizierte Marie Lairre schließlich als den Geist, der seit Jahrhunderten auf dem Borley Grundstück umherwandert und der die ominösen Hilferufe an die Wand gekritzelt haben soll.

Der zweite Geist soll sich als „Sunex Amures“ zu erkennen gegeben und angekündigt haben, dass er das Borley Pfarrhaus an diesem Abend um 9 Uhr in Flammen aufgehen lassen würde und dass dabei die Gebeine einer ermordeten Person freigelegt würden. Die Prophezeiung von Sunex Amures traf jedoch nicht an diesem Abend, dem 27. März 1938, sondern erst ein Jahr später, am 27. März 1939 ein. An diesem Abend war der neue Mieter des Pfarrhauses, ein Captain W.H. Gregson, damit beschäftigt, Bücher in ein Regal einzusortieren, wobei eine Petroleumlampe umkippte und das gesamte Gebäude in Brand steckte. Das Haus brannte in dieser Nacht bis auf die Grundmauer nieder. Augenzeugen wollen geisterhafte Gestalten in den Flammen gesehen haben. Captain Gregson wurde später der Brandstiftung bezichtigt. 1943 unternahm Harry Price einige Ausgrabungen im Keller des Hauses, bei denen er die mutmaßlichen Knochen einer jungen Frau fand, sowie eine Medaille, die den Heiligen Ignatius zeigt. Weitere Grabungen, förderten nichts Weiteres zutage. In der Hoffnung, der Geist würde endlich Ruhe finden, wurden die Gebeine im Nachbardorf Liston in einer christlichen Zeremonie beerdigt, nachdem sich der Pastor in Borley geweigert hatte – und um damit der örtlichen Meinung zu folgen –, dass es sich bei dem Fund nur um Schweineknochen gehandelt habe.

Zu Harry Price gibt es einen Videoclip, welcher ich nicht vorenthalten möchte:

Spuk oder Betrug
Harry Price starb 1948. Nach seinem Tod erlitt sein Ruf empfindlichen Schaden, als drei Mitglieder der Londoner Society for Psychical Research (SPR), frühere loyale Assistenten von Price, den Borley-Fall noch einmal kritisch aufrollten. In ihrem so genannten Borley-Report bemerkten sie Unstimmigkeiten in Price’ Aufzeichnungen und gelangten zu dem Schluss, dass die meisten „paranormalen Vorgänge“ in Borley entweder vorgetäuscht oder durch natürliche Dinge, wie beispielsweise Ratten, verursacht wurden und dass die seltsamen Geräusche auf die besondere Akustik des Hauses zurückzuführen seien.
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Borley_Rectory

Abschließend zu diesem Bericht möchte ich das Anwesen Heute noch präsentieren:


GHA Micha

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#2

Pfarrhaus, Borley/Essex

in Unheimliche Orte 15.06.2011 22:03
von Peps-GHA (gelöscht)
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Auf der Reise durch das WWW bin ich auf diesen Bericht gestoßen und der dachte der paßt gut in unser Forum.

Pfarrhaus und Kirche von Borley

Jahrelang galt das Pfarrhaus von Borley ,das an der Grenze zwischen Essex und Suffolk liegt,als spukreichstes Haus von England.

Das Haus ,das 1939 abbrannte,wurde mittlerweile ganz abgerissen.
Nachdem im 14. Jahrhundert eine Nonne ermordet wurde,begann es mit den Spukerscheinungen.


Berichtet wird von einer Kutsche samt Pferden und einem kopflosen Gespenst. Auch sollen sich zahlreiche poltergeistähnliche Vorgänge im Haus abgespielt haben .

In Vollmondnächten sollen oft läutende Glocken zu hören sein.
Schon früh wurde das Haus bekannt durch den Geisterjäger Harry Price (1881-1948),durch ihn wurden die Spukerscheinungen ans Licht gebracht.Grober Unfug wurde natürlich auch veranstaltet ,so entpuppte sich die "herumhuschende Nonne "als verkleidetes Kind das "Poltergeist" spielte.

Doch auch nach dem Brandgeschahen weiterhin merkwürdige Dinge .Man berichtete weiter von Geistern in der Ruine und im Keller fand man menschliche Überreste.
Die Behauptungen sind schwer nachzuprüfen,da das Haus nicht mehr steht .


Schade ,wäre bestimmt ne hammer PU Location.

Peps

Quelle:http://www.spukorte.de/html/england.html

zuletzt bearbeitet 15.06.2011 22:05 | nach oben springen

#3

RE: Pfarrhaus, Borley/Essex

in Unheimliche Orte 15.06.2011 22:40
von chipsi (gelöscht)
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Ja wirklich schade das es abgerissen wurde. Ein sehr spannendes Haus mit spannenden Geschichten. Auch heute noch wird immer und überall über das Borley Haus geschrieben. Steht den dort noch eine Ruine oder ist es ganz platt gemacht worden? Leider findet man über den heutigen Zustand nichts. Ja da wäre eine PU klasse wenn es dort noch eine Ruine geben würde.
Liebe Grüße Claudia

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#4

RE: Pfarrhaus, Borley/Essex

in Unheimliche Orte 23.07.2011 14:58
von Shara13 | 102 Beiträge | 122 Punkte

Zitat von chipsi

Steht den dort noch eine Ruine oder ist es ganz platt gemacht worden?




Huhu, ihr Lieben,
so wie ich das in dem angehängten Vid verstanden haben, ist von dem Haus gar nichts mehr übrig. Ganz am Ende folgt der Kameramann ja einem kleinen Weg und gegenüber, auf der anderen Straßenseite, soll das Haus gestanden haben. Ausser einem Kiesplatz scheint da ja nichts mehr daran zu erinnern. Eigentlich recht schade.


"Darkness, darkness hide my yearning
For the things that cannot be
Keep my mind from constant turning
Toward the things that cannot see."

(Lisa Torban "Darkness, Darkness")
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