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Schloss Waldenbuch

in Unheimliche Orte 13.08.2011 21:07
von michaghost (gelöscht)
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Schloss Waldenbuch war ein Jagdschloss der Herzöge von Württemberg in Waldenbuch im Landkreis Böblingen in Baden-Württemberg und beherbergt heute eine Außenstelle des Württembergischen Landesmuseums.


Die ursprüngliche Burg wurde zwar erst 1381 genannt. An der Stelle des heutigen Schlosses wird aber ein Vorgängerbau aus dem 12. Jahrhundert vermutet. Als Bauherren kommen sowohl die Grafen von Hohenberg in Betracht, als auch die Herren von Bernhausen, denen der Ort als Lehen übergeben worden war. 1363 wird die Stadt Waldenbuch an Graf Eberhard II. von Württemberg verkauft.
Herzog Ulrich ernannte Waldenbuch zum Sitz des Waldvogts über den Schönbuch, was die Bedeutung des Ortes wesentlich steigerte. Der Waldvogt hatte vor allem die Aufgabe, die Nutzung der Waldrechte im Schönbuch zu überwachen. Der Waldvogt entsprach einem heutigen Oberforstamt und bestand zwischen 1534 und 1807. Herzog Christoph ließ zwischen 1562 und 1566 durch seinen Baumeister Aberlin Tretsch die alte Burg zum Jagdschloss ausbauen. Er errichtete im Osten der Anlage ein rechteckiges zweistöckiges Gebäude, an dessen nordwestlicher Ecke sich der Treppenturm mit einer steinernen Spindeltreppe befand.
Herzog Friedrich I. genügte dieser Bau seinen gesteigerten Bedürfnissen nicht mehr. Das Renaissancegebäude wurde um 1607 nach Norden hin fast verdoppelt. Um den nötigen Raum zu schaffen, wurde das Kirchenschiff der benachbarten Stadtpfarrkirche St. Veit abgerissen und durch einen Neubau auf der anderen Seite des mittelalterlichen Kirchturms ersetzt. Die gotischen Maßwerkfenster wurden in die neue Renaissancekirche wieder eingebaut. Der Baumeister von beiden Baumaßnahmen ist nicht bekannt. Es ist aber gesichert, dass auch Heinrich Schickardt zu dieser Zeit in Waldenbuch tätig war. 1650 wurde der Schlossbrunnen gebaut.
Die nächsten größeren Baumaßnahmen ließ Herzog Friedrich Carl von Württemberg vornehmen. Von 1687 bis 1690 wurde der Westflügel errichtet, der als Küchenbau diente. Er besaß zunächst keine Verbindung zum Ostflügel. Dieser wurde um ein Stockwerk erhöht, woran eine lateinische Inschrift über dem Schlossportal erinnert: „Im Jahr 1687 am 4. Juni hat Friedrich Karl, Herzog von Württemberg, Verwalter und Vormund des jugendlichen Prinzen Eberhard Ludwig, in diesem ersten württembergischen Jagdhaus, dem Herzogsitz unter allen am nächsten gelegen, zur Erhöhung der Geräumigkeit und zur Erweiterung, über dem einen Stockwerk ein höheres mit siebzehn Gemächern einwölben lassen und es dadurch höher und für die alljährlichen Erholung bequemer gemacht, auch das Werk am Ende des Jahres glücklich abgeschlossen.“
1717 beauftragte Herzog Eberhard Ludwig den Bau des dreigeschossigen Südflügels zwischen dem Ostbau und dem zweigeschossigen Küchenbau. Der Architekt Donato Giuseppe Frisoni fügte ihn harmonisch zwischen die eher schmucklosen Zweckbauten der Renaissance ein. Nur die Innenausstattung wurde nach dem barocken Zeitgeschmack ausgestaltet. Die Reste der alten Burg und die Waldvogtei wurden abgerissen.
In dieser Form diente es auch den nächsten württembergischen Herzögen als Jagdschloss, bis es unter König Friedrich I. durch das Kloster Bebenhausen abgelöst wurde. Bei der letzten Hofjagd am 6. November 1812 wurden 233 Wildschweine, 297 Hirsche und 211 Rehe erlegt.


Danach diente das Schloss zeitweilig als Militärhospital und auch als Gefängnis. Ende des 19. Jahrhunderts zog wieder das Forstamt ein und einige Klassen der Waldenbucher Schule. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden Flüchtlinge und Heimatvertriebene dort untergebracht. Ab 1989 wurde das Gebäude zum Museum umgebaut. Auf 2.500 m² Ausstellungsfläche zeigt nun das Museum der Alltagskultur - Schloss Waldenbuch die bäuerliche und kleinbürgerliche Lebenswelt bis zum Ende des vorigen Jahrhunderts. Zu sehen sind Wohnungen, Werkstätten, Bilder, Kleider, Reklame und Haushaltgegenstände, die in Kultur, Lebensweise, Mentalitäten und Weltvorstellungen breiter Bevölkerungsschichten Einblick geben.

Baubeschreibung

Das Renaissanceschloss besteht aus einer unregelmäßigen Dreiflügelanlage mit relativ wenigem Bauzier. Der Treppenturm im Ostflügel steht nicht wie sonst üblich vor der Fassade, sondern ist völlig in den Bau integriert. Der Zugang vom Schlosshof zum Treppenturm ist mit Steinmetzarbeiten geschmückt. Im Erdgeschoss des Ostflügels befindet sich ein großer gewölbter Saal wie ein Dürnitz. Der eigentliche Haupteingang mit einer doppelläufigen Treppe befindet sich im Südflügel an der Ecke zum Küchenbau. Durch die unterschiedliche Nutzung im 19. und 20. Jahrhundert ist die Innenausstattung des Jagdschlosses verschwunden. Im Ostflügel sind im ersten Obergeschoss die historischen Räume noch sichtbar und ist die alte Wandgestaltung erhalten. Im zweiten Obergeschoss ist sie nur noch teilweise sichtbar.
Die funktionalen Nutzungsmöglichkeiten für die Museumsausstellung stehen nun im Vordergrund.


hoffe die infos reichen achso hier das youtube video

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#2

RE: Schloss Waldenbuch

in Unheimliche Orte 14.08.2011 17:14
von Shara13 | 102 Beiträge | 122 Punkte

Das ist interessant!
Das Schloss hat ja schon ne bewegte Geschichte!
Gibt es auch einige "unheimliche Begegnungen"? Weißt du da was? Wäre ja nicht unbedingt auszuschließen!


"Darkness, darkness hide my yearning
For the things that cannot be
Keep my mind from constant turning
Toward the things that cannot see."

(Lisa Torban "Darkness, Darkness")
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#3

RE: Schloss Waldenbuch

in Unheimliche Orte 22.08.2011 22:41
von Sandy-GHA | 277 Beiträge | 322 Punkte

Wow das sieht ja irre aus,vielen dank für deinen Bericht.
Würde da sofort eine Untersuchung machen,es muss ja nicht immer Spukgeschichten bei Gebäudden,Schlösser oder Ruinen geben.Es ist selten das man keine Ergebnisse hat,sei es in Form von EVP`S,Fotos oder Camaufnahmen.

Lieben Gruss Sandy


Leader and Charter Member of the GhostHunters Agency
(Admin)

Menschen mit einer neuen Idee gelten so lange als Spinner, bis sich die Sache durchgesetzt hat.
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#4

RE: Schloss Waldenbuch

in Unheimliche Orte 26.08.2011 15:33
von Micha GHA (gelöscht)
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Toller Bericht und tolle Geschichte. Hat wirklich PU Charakter. Zumal ich beim recherchieren von einigen Schlössern, viel über Zeitepochen usw lesen konnte. Spooky Stories findest echt recht selten dazu. Außer der Schlossbesitzer will es so, oder anderweitige Besucher berichten ggf darüber.
Aber die Erfahrung hat gezeigt, wie Sandy schon erwähnte, dass man doch die Möglichkeit hat, bei Untersuchungen etwas herauszufinden.
Haben ja noch paar weitere Schlösser im Programm, wo wir gespannt sind, was wir herausfinden werden ;)

GHA Micha

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